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Termin: 🗓️ 23.09. ⏰ 10-10:30 Uhr

Die beste Mitarbeiter-App finden: Auswahlprozess, Kriterien und Bewertungsmatrix

Welche Mitarbeiter-App passt zu Ihrem Unternehmen? Vergleichen Sie Anbieter mit klaren Kriterien, Demoszenarien, Pilot, TCO und Bewertungsmatrix.

Die beste Mitarbeiter-App ist nicht automatisch die Plattform mit den meisten Funktionen oder dem bekanntesten Namen. Entscheidend ist, welche Lösung die relevanten Beschäftigtengruppen erreicht, die wichtigsten Kommunikationsaufgaben zuverlässig löst, zur IT- und Governance-Struktur passt und über mehrere Jahre wirtschaftlich betrieben werden kann.

Kurz beantwortet: Die beste Mitarbeiter-App ist die Lösung, die Ihre Muss-Anforderungen nachweisbar erfüllt und in realen Nutzungsszenarien überzeugt. Für eine belastbare Auswahl sollten Unternehmen Ziele und Zielgruppen definieren, Ausschlusskriterien festlegen, Anbieter anhand derselben Demoszenarien prüfen, einen Pilot mit repräsentativen Beschäftigten durchführen und Gesamtkosten sowie Vertragsbedingungen vergleichen.

Dieser Ratgeber zeigt einen strukturierten Auswahlprozess in acht Schritten. Statt einer pauschalen Rangliste erhalten Sie eine Methode, mit der sich unterschiedliche Mitarbeiter-App-Anbieter nachvollziehbar vergleichen lassen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erscheint auf der Website von Polario. Polario ist selbst Anbieter einer Mitarbeiter-App. Die Auswahlmethode, Kriterien und Grenzen werden deshalb offengelegt. Ob Polario für ein Unternehmen geeignet ist, muss im konkreten Projekt geprüft werden.

Gibt es die eine beste Mitarbeiter-App?

Nein. „Beste“ bedeutet je nach Organisation etwas anderes. Ein Produktionsunternehmen benötigt möglicherweise einen einfachen Zugang für Beschäftigte ohne Firmen-E-Mail, standortbezogene Push-Nachrichten und eine zuverlässige mobile Nutzung. Ein internationaler Konzern priorisiert Mehrsprachigkeit, Governance, Integrationen und dezentrale Redaktion. Eine kleinere Organisation braucht vielleicht vor allem einen schnellen Start und überschaubare Administration.

Eine Mitarbeiter-App ist eine mobile und webbasierte Plattform für interne Information, Austausch und digitale Services. Typische Funktionen sind News, Push-Benachrichtigungen, Social Feed, Chat, Suche, Dokumente, Verzeichnisse, Umfragen und Integrationen. Welche davon erforderlich sind, hängt vom Kommunikations- und Prozessziel ab.

Die passende Lösung lässt sich daher nicht aus einer allgemeinen Bestenliste ableiten. Die zentrale Frage lautet:

Welche Mitarbeiter-App erfüllt unsere wichtigsten Nutzungsszenarien mit vertretbarem Einführungs-, Betriebs- und Kostenaufwand?

Welche Arten von Mitarbeiter-Apps gibt es?

Der Markt umfasst Plattformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Vor der Anbieterrecherche sollte klar sein, welche Produktkategorie gesucht wird.

Kommunikationsorientierte Mitarbeiter-App

Der Schwerpunkt liegt auf News, Push-Benachrichtigungen, Zielgruppen, Feedback und mobiler Reichweite. Diese Kategorie eignet sich, wenn Informationen zuverlässig an Büro-, Frontline- und Deskless-Beschäftigte verteilt werden sollen.

Social Intranet oder Employee-Experience-Plattform

Diese Lösungen verbinden Kommunikation mit Wissenszugang, Profilen, Verzeichnissen, Communities und einem digitalen Arbeitsplatz. Sie können sinnvoll sein, wenn ein klassisches Intranet ersetzt oder mobil erweitert werd

Frontline- und Operations-App

Hier stehen operative Abläufe wie Aufgaben, Formulare, Schichten, Checklisten, Arbeitsschutz oder Self-Services stärker im Mittelpunkt. Kommunikation ist vorhanden, aber nicht immer die einzige Hauptfunktion.

HR-App oder Mitarbeiterportal

Der Fokus liegt auf HR-Prozessen wie Abwesenheiten, Dokumenten, Stammdaten, Zeitwirtschaft oder Entgeltinformationen. Für umfassende interne Kommunikation kann eine ergänzende Plattform erforderlich sein.

Konfigurierbare Plattform oder individuelle App

Eine Plattform-App beziehungsweise ein Hub ermöglicht meist einen schnelleren Start innerhalb einer bestehenden App-Umgebung. Eine individuelle White-Label-App erhält einen eigenen Namen, ein eigenes App-Icon und einen eigenen Store-Auftritt, verursacht aber häufig mehr Einführungs- und Veröffentlichungsaufwand.

Die Polario Mitarbeiter-App ist als konfigurierbare Plattform für mobile und webbasierte Mitarbeiterkommunikation angelegt. Welche Bereitstellungsvariante und Module zum Projekt passen, muss anhand der Anforderungen bestimmt werden.

Fünf Kategorien von Mitarbeiter-Apps nach funktionalem Schwerpunkt
Vor dem Anbietervergleich sollte feststehen, welche Art von Mitarbeiter-App das eigentliche Problem löst.

Die beste Mitarbeiter-App in acht Schritten auswählen

Ein einheitlicher Prozess schafft Vergleichbarkeit und verhindert, dass die überzeugendste Verkaufspräsentation automatisch gewinnt.

Schritt 1: Ausgangslage und Ziele definieren

Dokumentieren Sie, wie interne Kommunikation und Services heute funktionieren. Welche Gruppen werden schlecht erreicht? Welche Kanäle laufen parallel? Wo entstehen Rückfragen, Medienbrüche oder veraltete Informationen?

Leiten Sie daraus wenige konkrete Projektziele ab, zum Beispiel:

  • wichtige Meldungen erreichen auch Beschäftigte ohne festen PC-Arbeitsplatz,
  • standort- und rollenbezogene Informationen werden gezielt ausgespielt,
  • redaktionelle Prozesse werden klarer und schneller,
  • Dokumente, Kontakte und Termine sind mobil auffindbar,
  • Feedback und Beteiligung werden strukturiert ermöglicht,
  • bestehende Systeme erhalten einen verständlichen mobilen Einstieg.

Ziele sollten später messbar sein. Relevante Kennzahlen können Reichweite wichtiger Inhalte, Sucherfolg, Nutzung zentraler Services, Beteiligung oder eingesparte Parallelkanäle sein. Eine hohe Loginzahl allein belegt noch keinen fachlichen Nutzen.

Schritt 2: Auswahlteam und Entscheidungsregeln festlegen

Eine Mitarbeiter-App betrifft mehr als interne Kommunikation. Binden Sie frühzeitig die relevanten Perspektiven ein:

  • interne Kommunikation oder Unternehmenskommunikation,
  • HR und Personalentwicklung,
  • IT, Informationssicherheit und Architektur,
  • Datenschutz und Recht,
  • Einkauf und Vertragsmanagement,
  • Betriebsrat beziehungsweise Mitarbeitervertretung,
  • lokale Redaktionen und Führungskräfte,
  • repräsentative Beschäftigte aus Büro, Produktion, Pflege, Logistik oder Außendienst.

Definieren Sie außerdem, wer Anforderungen freigibt, Anbieter bewertet und die finale Entscheidung trifft. Bewertungsregeln sollten vor den Demos feststehen, damit Kriterien nicht nachträglich zugunsten einer bevorzugten Lösung verändert werden.

Schritt 3: Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen formulieren

Der Beitrag zu den Anforderungen an eine Mitarbeiter-App enthält einen vollständigen Anforderungskatalog. Für die Auswahl sollten die Anforderungen priorisiert und mit Abnahmekriterien versehen werden.

  • Muss: Ohne Erfüllung ist die Lösung nicht einsetzbar.
  • Soll: Hoher Nutzen, aber unter begründeten Bedingungen verhandelbar.
  • Kann: Zusätzlicher Mehrwert ohne Ausschlusswirkung.
  • Nicht im Umfang: Bewusst ausgeschlossene Funktion oder Prozess.

Formulieren Sie Anforderungen aus der Nutzungsperspektive. Statt „Die App braucht SSO“ ist beispielsweise hilfreicher: „Beschäftigte mit Firmenkonto müssen sich über den vorhandenen Identity Provider anmelden können. Rollenwechsel und Austritt werden aus dem führenden System übernommen.“

Schritt 4: Longlist bilden und Ausschlusskriterien prüfen

Die Longlist darf breit starten, sollte aber anhand weniger belastbarer Ausschlusskriterien reduziert werden. Typische Knock-out-Kriterien können sein:

  • erforderlicher Zugang für Beschäftigte ohne Firmen-E-Mail ist nicht möglich,
  • benötigte App- oder Web-Bereitstellung fehlt,
  • zentrale Datenschutz- oder Hostinganforderungen werden nicht erfüllt,
  • zwingend benötigte Schnittstelle oder Authentifizierung ist nicht realisierbar,
  • Rollen- und Mandantenmodell passt nicht zur Organisationsstruktur,
  • notwendige Sprache oder Barrierefreiheitsanforderung wird nicht unterstützt,
  • Budget- oder Vertragsrahmen ist grundsätzlich unvereinbar,
  • benötigter Einführungstermin ist realistisch nicht erreichbar.

Jedes Ausschlusskriterium sollte begründet und nachweisbar sein. Ein unpräzises „Anbieter passt kulturell nicht“ eignet sich nicht für die Vorauswahl.

Schritt 5: Dieselben Demoszenarien verwenden

Geben Sie allen Anbietern identische Aufgaben. Eine freie Produktdemo zeigt vor allem die Stärken der jeweiligen Präsentation; ein Szenariotest zeigt, wie die Lösung im eigenen Alltag funktioniert.

Geeignete Demoszenarien sind beispielsweise:

  • 1. Eine Redakteurin erstellt eine Meldung für einen Standort, lässt sie freigeben und plant eine Push-Nachricht.
  • 2. Ein Frontline Worker ohne Firmen-E-Mail aktiviert seinen Zugang und findet ein Sicherheitsdokument.
  • 3. Ein lokaler Redakteur veröffentlicht für seinen Bereich, kann jedoch keine globalen Rollen verändern.
  • 4. Ein Mitarbeiter wechselt Standort und erhält automatisiert andere Inhalte und Berechtigungen.
  • 5. Die IT zeigt Nutzerimport, SSO, Fehlerbehandlung und Protokollierung.
  • 6. Die Redaktion erstellt eine Umfrage und wertet die Ergebnisse nach den zulässigen Regeln aus.
  • 7. Der Anbieter demonstriert Datenexport, Löschung und den Ablauf bei Vertragsende.

Halten Sie zu jeder Aufgabe fest, ob sie im Standard, durch Konfiguration, über Integration, auf der Roadmap oder nur durch Individualentwicklung möglich ist. Eine geplante Funktion ist nicht mit einer verfügbaren Funktion gleichzusetzen.

Schritt 6: Pilot mit repräsentativen Nutzern durchführen

Eine Shortlist von zwei oder drei Lösungen sollte möglichst mit realistischen Inhalten und Nutzergruppen getestet werden. Der Pilot darf nicht ausschließlich aus Projektteam und digitalaffinen Büroarbeitsplätzen bestehen.

Beziehen Sie beispielsweise ein:

  • eine lokale Redaktion,
  • Beschäftigte ohne Firmen-E-Mail,
  • Personen aus Schichtbetrieb oder Außendienst,
  • Mitarbeitende mit unterschiedlichen digitalen Fähigkeiten,
  • Nutzer verschiedener Sprachen oder Standorte,
  • Administratoren und Supportverantwortliche.

Beobachten Sie konkrete Aufgaben: Zugang aktivieren, Meldung finden, Push verstehen, Dokument suchen, Feedback geben und Ansprechpartner aufrufen. Fragen Sie nicht nur, ob die App „gefällt“, sondern wo Fehler, Unsicherheit oder unnötige Schritte entstehen.

Schritt 7: TCO, Service und Vertrag vergleichen

Der Lizenzpreis ist nur ein Teil der Entscheidung. Vergleichen Sie über denselben Zeitraum:

  • Lizenz und Hosting,
  • Setup und Konfiguration,
  • Branding und App-Veröffentlichung,
  • Datenmigration und Integrationen,
  • Schulung und Einführung,
  • Support und Customer Success,
  • Premium-Module und Erweiterungen,
  • interne Redaktion und Administration,
  • Weiterentwicklung und Wachstum,
  • Exit, Datenexport und mögliche Wechselkosten.

Polario veröffentlicht aktuelle Einstiegspreise und Varianten auf der Seite Preise und Versionen. Für den Vergleich ist jedoch das verbindliche Angebot mit identischem Leistungsumfang maßgeblich.

Prüfen Sie im Vertrag außerdem Laufzeit, Verlängerung, Nutzerdefinition, Service Levels, Unterauftragnehmer, Datenexport, Löschung, Verantwortlichkeiten und Regelungen bei Produktänderungen.

Schritt 8: Entscheidung dokumentieren und Einführung vorbereiten

Die Entscheidung sollte aus Ausschlusskriterien, Bewertungsmatrix, Demos, Pilot, Risikoabwägung und Kosten hervorgehen. Dokumentieren Sie Abweichungen und Bedingungen ausdrücklich, beispielsweise eine noch ausstehende Sicherheitsprüfung oder eine Integration, deren Aufwand erst nach einem Workshop feststeht.

Nach der Auswahl beginnt die Einführung mit Governance, Konfiguration, Inhalten, Integration, Pilotierung, Schulung und Launch-Kommunikation. Der Ratgeber zur Einführung einer Mitarbeiter-App beschreibt diesen Prozess im Detail.

Ein einheitlicher Prozess macht Anbieter, Risiken, Kosten und Praxistauglichkeit vergleichbar.

Die wichtigsten Auswahlkriterien im Überblick

Die Gewichtung hängt vom Projekt ab. Für die Shortlist sollten mindestens folgende Bereiche bewertet werden:

Kriterium Leitfrage Geeigneter Nachweis
Zielgruppen und Zugang
Erreichen wir Büro-, Frontline- und Deskless-Beschäftigte?
Live-Demo mit realen Zugangsszenarien
Kommunikation
Lassen sich relevante Inhalte gezielt erstellen, freigeben und versenden?
Redaktionsszenario im CMS
Bedienbarkeit
Können typische Nutzer und Redakteure zentrale Aufgaben selbst erledigen?
Moderierter Usability-Test
Rollen und Governance
Passen Rechte, Mandanten und Freigaben zur Organisation?
Rollenmatrix und Konfigurationstest
Integrationen
Funktionieren SSO, Nutzerprozesse und benötigte Fachsysteme?
Technisches Lösungskonzept und Test
Datenschutz
Sind Verarbeitung, Unterauftragnehmer, Löschung und Datenflüsse geklärt?
Vertrags- und Datenschutzunterlagen
Informationssicherheit
Sind Schutzmaßnahmen, Nachweise, Vorfälle und Wiederherstellung nachvollziehbar?
Sicherheitsdokumentation und Prüfung
Barrierefreiheit
Sind Zielstandard, Komponenten und Prüfverfahren definiert?
Prüfbericht und praktische Tests
Service und Einführung
Unterstützt der Anbieter Projekt, Schulung und Betrieb angemessen?
Leistungsbeschreibung und Referenzgespräch
Kosten und Vertrag
Sind TCO, Laufzeit, Skalierung und Exit transparent?
Preisblatt und Vertragsentwurf
Produktentwicklung
Wie werden Updates, Roadmap und kundenspezifische Anforderungen behandelt?
Roadmap-Prozess und Vertragsregelung

Ein grüner Haken in einer Selbstauskunft reicht für kritische Kriterien nicht aus. Je höher Risiko und Gewichtung, desto belastbarer sollte der Nachweis sein.

Bewertungsmatrix für Mitarbeiter-App-Anbieter

Eine Bewertungsmatrix macht Entscheidungen nachvollziehbar, ersetzt aber keine fachliche Diskussion. Das Ergebnis hängt von Kriterien, Gewichtung, Bewertungsskala und Nachweisen ab.

Empfohlener Aufbau

Bewertungsmatrix zum Gewichten und Vergleichen von drei Mitarbeiter-App-Anbietern
Mit einer gewichteten Bewertungsmatrix lassen sich Mitarbeiter-App-Anbieter anhand einheitlicher Kriterien und dokumentierter Nachweise vergleichen.

Gewichtete Punktzahl = Einzelbewertung × Gewichtung

Nutzen Sie eine einheitliche Skala und definieren Sie vorab, was jede Stufe bedeutet. Beispiel: Eine hohe Bewertung darf nur vergeben werden, wenn die Anforderung im Standard verfügbar und im Szenario nachgewiesen ist. Eine Roadmap-Zusage oder noch unbekannte Individualentwicklung erhält eine andere Einstufung.

Muss-Kriterien sollten nicht durch Punkte kompensiert werden. Wenn ein echtes Muss nicht erfüllt wird, scheidet die Lösung aus oder die Anforderung muss vom Entscheidungsgremium bewusst neu bewertet werden.

Bewertungslogik für den Vergleich von Mitarbeiter-App-Anbietern
Ausschlusskriterien, gewichtete Bewertung und Risiken sollten getrennt betrachtet werden.

Welche Fragen sollten Sie Mitarbeiter-App-Anbietern stellen?

Produkt und Funktionsumfang

  • Welche Anforderungen sind heute im Standard verfügbar?
  • Was ist konfigurierbar, was erfordert Entwicklung?
  • Welche Funktionen oder Kontingente sind paketabhängig?
  • Wie werden Updates ausgerollt und angekündigt?
  • Welche Auswirkungen haben kundenspezifische Anpassungen auf spätere Releases?

Zugang und Identitäten

  • Wie melden sich Beschäftigte ohne Firmen-E-Mail an?
  • Welche SSO- und Identity-Provider werden unterstützt?
  • Wie funktionieren Eintritt, Rollenwechsel, Austritt und Wiedereintritt?
  • Kann die App auf privaten und dienstlichen Geräten genutzt werden?

Datenschutz, Sicherheit und Hosting

  • Wo werden Produktivdaten, Backups und Protokolle verarbeitet?
  • Welche Unterauftragnehmer sind beteiligt?
  • Welche Sicherheitsnachweise und Prüfberichte stehen zur Verfügung?
  • Wie werden Vorfälle, Schwachstellen und Updates behandelt?
  • Wie funktionieren Löschung, Export und Vertragsende?

Polario erläutert eigene Angaben zu deutschem Hosting und Sicherheitsgrundlagen im Bereich Compliance. Für einen fairen Vergleich sollten dieselben Fragen an alle Anbieter gestellt werden.

Einführung und Support

  • Welche Leistungen sind in Setup und Onboarding enthalten?
  • Wer übernimmt Projektleitung, Konfiguration, Migration und Schulung?
  • Welche Supportzeiten, Kanäle und Reaktionszeiten gelten?
  • Gibt es deutschsprachige Ansprechpartner und strategische Begleitung?
  • Welche Referenzen passen zu Organisationsgröße und Use Case?

Informationen zur Begleitung durch Polario finden Sie unter Service und Support sowie Planung und Umsetzung.

Referenzen richtig prüfen

Referenzkunden sind besonders hilfreich, wenn sie zum eigenen Szenario passen. Fragen Sie nicht nur, ob die App erfolgreich eingeführt wurde, sondern:

  • Welche Beschäftigtengruppen nutzen die Lösung?
  • Wie wurde der Zugang für Frontline Worker gelöst?
  • Welche Integrationen sind tatsächlich produktiv?
  • Wie hoch war der interne Einführungs- und Redaktionsaufwand?
  • Welche Schwierigkeiten traten im Pilot oder Rollout auf?
  • Wie reagierte der Anbieter bei Problemen?
  • Welche Funktionen werden nach dem Launch regelmäßig genutzt?
  • Was würde das Referenzunternehmen heute anders machen?

Eine ähnliche Branche allein macht eine Referenz noch nicht vergleichbar. Organisationsstruktur, Nutzerzahl, App-Modell und Integrationsumfang sind häufig aussagekräftiger.

Wann passt Polario eher – und wann nicht?

Polario ist besonders prüfenswert, wenn ein Unternehmen eine konfigurierbare Mitarbeiter-App mit Web-Zugang, eigenständiger redaktioneller Pflege, Zielgruppensteuerung, Integrationsmöglichkeiten, deutschem Hosting und persönlicher Begleitung sucht. Der No-Code-Ansatz kann relevant sein, wenn die Fachseite Inhalte und Strukturen ohne laufende Entwicklungsarbeit verwalten soll.

Andere Lösungen können besser passen, wenn der Schwerpunkt ausschließlich auf tiefer Zeitwirtschaft, komplexer Entgeltabrechnung oder hochspezialisierter Einsatzplanung liegt und dafür bereits eine führende HR- beziehungsweise Workforce-Plattform gesucht wird. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob eine Mitarbeiter-App als Kommunikationsschicht ergänzt oder ob ein anderes System die Hauptaufgabe besser löst.

Diese Abgrenzung ist wichtig: Die beste Mitarbeiter-App ist nicht die Lösung, die möglichst viele benachbarte Softwarekategorien beansprucht, sondern diejenige, die den definierten Use Case zuverlässig erfüllt.

Typische Fehler bei der Auswahl

Mit einer Anbieterpräsentation statt mit Zielen beginnen

Ohne eigenes Zielbild übernimmt die Produktdemo die Agenda. Das Auswahlteam bewertet dann Funktionen, die möglicherweise gar nicht benötigt werden.

Alle Kriterien zu Muss-Anforderungen erklären

Zu viele Ausschlusskriterien reduzieren die Auswahl, fördern Sonderentwicklung und erschweren wirtschaftliche Standardlösungen. Jedes Muss braucht eine klare Begründung.

Funktionen nur per Checkliste vergleichen

Zwei Anbieter können dieselbe Funktion nennen, sie aber sehr unterschiedlich umsetzen. Reale Szenarien zeigen Bedienung, Rollen, Abhängigkeiten und Grenzen.

Frontline Worker im Test nicht einbeziehen

Ein erfolgreicher Test mit Projektteam und Büroarbeitsplätzen sagt wenig über Zugang, Verständlichkeit und Alltag in Produktion, Logistik, Pflege oder Außendienst aus.

Roadmap und Standard gleich bewerten

Geplante Funktionen, individuelle Entwicklungen und heute verfügbare Standardfunktionen haben unterschiedliche Risiken. Diese Unterschiede gehören sichtbar in die Matrix.

Nur Lizenzpreise vergleichen

Setup, Integration, Migration, Support, interne Redaktion, Wachstum und Exit beeinflussen die Gesamtkosten. Preisvergleiche benötigen denselben Zeitraum und Leistungsumfang.

Datenschutz und Vertrag bis zum Schluss verschieben

Späte Prüfungen können eine fachlich bevorzugte Lösung ausschließen. Kritische Datenschutz-, Sicherheits- und Vertragsanforderungen sollten bereits vor der Shortlist geklärt werden.

Fazit: Die beste Mitarbeiter-App zeigt sich im eigenen Szenario

Eine belastbare Auswahl verbindet Ziele, priorisierte Anforderungen, vergleichbare Demos, einen repräsentativen Pilot, TCO und Vertragsprüfung. Anbieter sollten nicht danach bewertet werden, wie viele Funktionen sie nennen, sondern wie nachvollziehbar sie die relevanten Nutzungsszenarien erfüllen.

Dokumentieren Sie Ausschlusskriterien getrennt von gewichteten Vorteilen. So wird sichtbar, welche Lösung einsetzbar ist, welche im Alltag überzeugt und welche Risiken oder Folgekosten verbleiben.

Quellen und redaktionelle Grundlage

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Eine allgemeingültig beste Mitarbeiter-App gibt es nicht. Die passende Lösung erfüllt die Muss-Anforderungen des Unternehmens, erreicht die relevanten Beschäftigtengruppen, funktioniert in realen Nutzungsszenarien und passt zu IT, Datenschutz, Governance, Budget und Betriebsmodell.

Definieren Sie Ziele, Ausschlusskriterien und eine gewichtete Bewertungsmatrix. Lassen Sie alle Anbieter dieselben Demoszenarien durchführen und prüfen Sie die Shortlist in einem Pilot. Ergänzen Sie anschließend TCO, Vertragsbedingungen, Referenzen und Risiken.

Wichtige Kriterien sind Zielgruppenzugang, Kommunikation, Bedienbarkeit, Rollen und Governance, Integrationen, Datenschutz, Informationssicherheit, Barrierefreiheit, Service, Einführung, Kosten, Vertrag und Produktentwicklung.

Die Longlist kann breit sein. Für detaillierte Demos und Pilotierung ist eine kleine, anhand klarer Ausschlusskriterien gebildete Shortlist praktikabler. Die passende Anzahl hängt von Projektgröße, Vergabeverfahren und Ressourcen ab.

Die Demo sollte typische Aufgaben aus Ihrer Organisation abbilden: zielgerichtete Veröffentlichung, Zugang ohne Firmen-E-Mail, Rollenverwaltung, Nutzerwechsel, Suche, Integration, Datenexport und Supportabläufe. Eine freie Standardpräsentation allein reicht für den Vergleich nicht aus.

Ein Pilot ist besonders sinnvoll, wenn unterschiedliche Beschäftigtengruppen, Zugangsszenarien oder Integrationen relevant sind. Er zeigt Bedienungsprobleme und organisatorische Lücken, die in Präsentationen oder Funktionslisten oft nicht sichtbar werden.

Die Gewichtung wird aus Projektzielen und Risiken abgeleitet und vor den Anbieterbewertungen beschlossen. Muss-Kriterien bleiben Ausschlusskriterien und dürfen nicht durch hohe Punktzahlen in anderen Bereichen kompensiert werden.

Vergleichen Sie Lizenz, Hosting, Setup, Branding, Migration, Integrationen, Schulung, Support, interne Redaktion, Weiterentwicklung, Wachstum und Exit über denselben Zeitraum. Erst diese Total Cost of Ownership ermöglicht einen fairen Vergleich.

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