Mitarbeiterportal: Funktionen, Vorteile und mobile Umsetzung

Was ist ein Mitarbeiterportal? Funktionen, Vorteile und Unterschiede zu Intranet, HR-Portal und Mitarbeiter-App verständlich erklärt.

Ein Mitarbeiterportal bündelt Informationen, Dokumente, interne Services und digitale Prozesse an einem geschützten Zugangspunkt für Beschäftigte. Je nach Ausrichtung dient es vor allem als HR-Self-Service, modernes Intranet, Kommunikationsplattform oder zentraler Einstieg in mehrere Unternehmenssysteme. Deshalb bezeichnet „Mitarbeiterportal“ keine einheitliche Funktionsliste.

Kurz beantwortet: Ein Mitarbeiterportal ist eine geschützte digitale Plattform, über die Beschäftigte auf Unternehmensinformationen, persönliche Dokumente, HR-Services, Kontakte und angebundene Anwendungen zugreifen können. Ein modernes Portal sollte Inhalte zielgruppengenau ausspielen, Rollen und Rechte abbilden und mobil erreichbar sein. Eine Mitarbeiter-App kann das Portal als nativen Smartphone-Zugang ergänzen oder vollständig mobil abbilden.

Wer ein Mitarbeiterportal plant, sollte zuerst klären, welche Aufgaben es lösen soll: Gehaltsabrechnungen und Urlaubsanträge bereitstellen, Wissen auffindbar machen, interne Kommunikation verbessern oder Frontline Worker erreichen. Aus diesem Ziel ergeben sich Funktionen, Integrationen, App-Modell und Governance.

Was ist ein Mitarbeiterportal?

Ein Mitarbeiterportal – auch Employee Portal genannt – ist ein nicht öffentlich zugänglicher digitaler Bereich für Beschäftigte. Nach der Anmeldung erhalten Nutzer abhängig von Rolle, Standort, Abteilung oder anderen Berechtigungen Zugriff auf relevante Inhalte und Funktionen.

Der Begriff beschreibt zunächst den Zugangspunkt, nicht die technische Architektur. Hinter einem Portal können ein HR-System, ein Intranet, eine Kommunikationsplattform oder mehrere verbundene Anwendungen stehen. Entsprechend unterscheiden sich Mitarbeiterportale stark:

  • Ein HR-Mitarbeiterportal konzentriert sich auf personenbezogene Daten, Nachweise, Anträge und Genehmigungen.
  • Ein Informationsportal stellt Richtlinien, Dokumente, Kontakte und Unternehmenswissen bereit.
  • Ein Kommunikationsportal ergänzt News um Kommentare, Umfragen, Chats und Beteiligungsformate.
  • Ein integriertes Mitarbeiterportal verbindet Inhalte, Services und Anwendungen unter einer gemeinsamen Navigation und Anmeldung.

Ein Portal ist somit dann sinnvoll definiert, wenn Beschäftigte wissen, welche Aufgaben sie dort erledigen können und welche Systeme weiterhin separat bleiben.

Vier Arten von Mitarbeiterportalen

1. HR-Self-Service-Portal

Ein Employee Self Service ermöglicht Beschäftigten, persönliche HR-Anliegen selbstständig digital zu bearbeiten. Typische Funktionen sind:

  • Stammdaten einsehen oder ändern,
  • Gehalts- und Entgeltnachweise abrufen,
  • Urlaub oder Abwesenheit beantragen,
  • Arbeitszeiten dokumentieren,
  • Krankmeldungen oder Nachweise einreichen,
  • Status von Anträgen verfolgen.

Führungskräfte können abhängig vom System über einen Manager Self Service Anträge freigeben, Teamdaten einsehen oder HR-Prozesse steuern. Da hier besonders schutzbedürftige Beschäftigtendaten verarbeitet werden, sind differenzierte Berechtigungen, Protokollierung, Löschkonzepte und sichere Integrationen zentral.

2. Informations- und Wissensportal

Dieser Portaltyp ähnelt einem klassischen oder modernen Intranet. Er bündelt Unternehmensnachrichten, Richtlinien, Formulare, Prozessbeschreibungen, Kontakte und häufig benötigte Dokumente. Eine leistungsfähige Suche, klare Informationsarchitektur und verlässliche Inhaltsverantwortung entscheiden darüber, ob Beschäftigte das Portal tatsächlich als Wissensquelle verwenden.

3. Kommunikations- und Beteiligungsportal

Ein Kommunikationsportal verteilt Informationen nicht nur von oben nach unten. Social Feed, Kommentare, Likes, Umfragen, Chats und nutzergenerierte Beiträge ermöglichen Rückmeldung und Austausch. Zielgruppensteuerung verhindert, dass alle Beschäftigten dieselben Nachrichten erhalten. Dieses Modell wird häufig als Social Intranet oder Mitarbeiter-App umgesetzt.

4. Integriertes Serviceportal

Ein integriertes Mitarbeiterportal dient als zentrale Oberfläche für mehrere Systeme. Inhalte können direkt im Portal erscheinen oder Anwendungen werden über Schnittstellen, Single Sign-on, Deep Links, Webviews beziehungsweise eingebettete Komponenten zugänglich gemacht.

Das Portal ersetzt dabei nicht zwingend jedes Fachsystem. Sein Wert liegt darin, Zugänge, Navigation und relevante Informationen aus Sicht der Beschäftigten zusammenzuführen. Für jeden angebundenen Service müssen Datenquelle, Berechtigungen, Verantwortlichkeiten und Fehlerbehandlung dokumentiert werden.

Vier Arten von Mitarbeiterportalen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Mitarbeiterportale unterscheiden sich danach, ob HR-Prozesse, Wissen, Kommunikation oder integrierte Services im Mittelpunkt stehen.

Mitarbeiterportal, Intranet und Mitarbeiter-App: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe überschneiden sich, bezeichnen aber unterschiedliche Perspektiven:

Lösung Hauptperspektive Typischer Zugang Typische Stärke Mögliche Grenze
Mitarbeiterportal
geschützter Zugang zu Informationen, Services und Systemen
Browser, App oder beides
bündelt unterschiedliche Aufgaben an einem Einstiegspunkt
Begriff allein sagt wenig über Funktionen und Nutzererlebnis aus
Intranet
interne Information und Wissensorganisation
häufig Browser, zunehmend mobil
strukturierte Seiten, Dokumente und Unternehmenswissen
mobile Reichweite und Interaktion hängen von der Umsetzung ab
Mitarbeiter-App
mobiler Zugang, Kommunikation und tägliche Nutzung
native App plus häufig Web-App
Push-Nachrichten, einfacher Smartphone-Zugang und Frontline-Reichweite
komplexe Fachprozesse benötigen oft Integrationen
HR-Portal
Personalprozesse und individuelle Beschäftigtendaten
Browser oder mobile HR-App
Self-Services, Nachweise und Genehmigungen
ersetzt nicht automatisch interne Kommunikation und Wissenszugang

Die Lösungen schließen sich nicht aus. Ein modernes Mitarbeiterportal kann Intranet-Inhalte, HR-Self-Services und eine Mitarbeiter-App verbinden. Entscheidend ist, ob Beschäftigte über ihre verfügbaren Geräte auf alle relevanten Aufgaben zugreifen können.

Der ausführliche Vergleich Mitarbeiter-App oder Intranet hilft bei der Entscheidung, ob mobiler Zugang, Reichweite oder strukturierter Wissenszugang im Vordergrund stehen.

Welche Funktionen braucht ein modernes Mitarbeiterportal?

Die notwendige Funktionalität folgt den Nutzungsszenarien. Eine lange Featureliste ohne klaren Zweck erhöht Komplexität und Pflegeaufwand. Die folgenden Funktionsbereiche decken typische Anforderungen ab.

Personalisierte Startseite und Zielgruppen

Beschäftigte sollten relevante Inhalte sehen, ohne sich durch unternehmensweite Informationen arbeiten zu müssen. Rollen, Gruppen, Standorte, Sprachen und organisatorische Merkmale steuern Navigation, News, Dokumente und Services.

News und Push-Benachrichtigungen

Unternehmensnachrichten, Standortinformationen und dringende Hinweise können im Portal veröffentlicht werden. Eine native App ergänzt Push-Benachrichtigungen und verbessert die Erreichbarkeit von Beschäftigten, die nicht regelmäßig am Desktop arbeiten

Suche, Dokumente und Wissen

Ein Portal benötigt eine verständliche Navigation und eine Suche, die relevante Inhalte auffindbar macht. Dokumente brauchen Eigentümer, Version, Zielgruppe und Aktualisierungsrhythmus. Ungeprüfte Dateiablagen werden schnell zu einem digitalen Archiv ohne verlässlichen Nutzen.

Kontakte, Standorte und Verzeichnisse

Mitarbeiter-, Abteilungs- und Standortverzeichnisse helfen, Ansprechpartner und Zuständigkeiten zu finden. Sichtbarkeit und Bearbeitungsrechte müssen mit Datenschutz und organisatorischem Bedarf abgestimmt werden.

Kommunikation und Feedback

Kommentare, Chats, Gruppen, Umfragen und Formulare ermöglichen Austausch. Vor Einführung sollten Moderation, Netiquette, Eskalation und Verantwortung geklärt werden.

HR-Self-Services und Workflows

Urlaub, Nachweise, Arbeitszeit, persönliche Daten oder Bescheinigungen können direkt im Portal verarbeitet oder aus einem HR-System eingebunden werden. Entscheidend ist, welches System führend bleibt und wie Status, Rechte und Fehler synchronisiert werden.

Single Sign-on und Nutzerverwaltung

Single Sign-on reduziert zusätzliche Zugangsdaten. Automatisierte Nutzerverwaltung kann Eintritte, Austritte und Rollenwechsel aus HR- oder Identitätssystemen übernehmen. Manuelle Prozesse benötigen eindeutige Verantwortlichkeiten und regelmäßige Kontrolle.

Integrationen und offene Schnittstellen

Über API und Integrationen lassen sich externe Tools, Datenimporte, Benachrichtigungen oder Anmeldedienste anbinden. Eine Integration ist nur belastbar, wenn Datenrichtung, Aktualisierungsrhythmus, Berechtigungen, Monitoring und Support geregelt sind.

CMS, Redaktion und Governance

Ein No-Code-CMS ermöglicht Fachredaktionen, Inhalte ohne Entwicklungsprojekt zu pflegen. Rollen und Freigaben sollten zentrale Standards mit dezentraler Verantwortung verbinden. Für jeden Inhaltsbereich braucht es einen verantwortlichen Eigentümer.

Analytics und Erfolgsmessung

Kennzahlen können zeigen, ob Zielgruppen erreicht, Inhalte gefunden oder Prozesse genutzt werden. Auswertungen müssen zweckgebunden, datenschutzkonform und verständlich kommuniziert werden. Individuelle Verhaltens- oder Leistungskontrolle darf nicht aus einer allgemeinen Portalmetrik abgeleitet werden.

Welche Vorteile bietet ein Mitarbeiterportal?

Ein Mitarbeiterportal kann Nutzen auf drei Ebenen schaffen.

Für Beschäftigte

  • ein zentraler Zugang zu relevanten Informationen und Services,
  • weniger Suche und weniger Systemwechsel,
  • nachvollziehbare Anträge und Statusinformationen,
  • mobiler Zugriff für Büro, Außendienst und Frontline Worker,
  • mehr Möglichkeiten für Rückmeldung und Beteiligung.

Für Kommunikation und HR

  • zielgruppengenaue statt flächendeckende Verteilung,
  • einheitliche und aktualisierbare Inhalte,
  • weniger manuelle Routineanfragen,
  • nachvollziehbare redaktionelle Zuständigkeiten,
  • messbare Reichweite und strukturiertes Feedback.

Für IT und Organisation

  • kontrollierter Zugang zu angebundenen Systemen,
  • konsistente Identitäten, Rollen und Berechtigungen,
  • weniger parallele Einstiegspunkte,
  • standardisierte Integrationen und Betriebsprozesse,
  • klare Governance für Weiterentwicklung und Support.

Diese Vorteile entstehen nicht automatisch durch die Software. Inhalte, Prozesse, Integrationen und Zuständigkeiten müssen so gestaltet sein, dass das Portal im Arbeitsalltag tatsächlich Zeit oder Wege spart.

Warum mobile Erreichbarkeit entscheidend ist

Ein rein browserbasiertes Portal am Arbeitsplatz-PC erreicht Beschäftigte in Produktion, Pflege, Logistik, Außendienst oder Filialen oft nur eingeschränkt. Ein mobiles Mitarbeiterportal kann den Zugang über private oder dienstliche Smartphones, Tablets, gemeinsam genutzte Geräte oder eine Web-App ermöglichen.

Bei der mobilen Umsetzung sind zu klären:

  • native App, Web-App oder Kombination,
  • Nutzung privater und betrieblicher Geräte,
  • Anmeldung ohne persönliche Firmen-E-Mail,
  • App-Store-, Hub- oder MDM-Verteilung,
  • Datenverbrauch und Verhalten bei schwacher Verbindung,
  • Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit,
  • Trennung privater und betrieblicher Daten,
  • Support für unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme.

Die Polario Mitarbeiter-App wird als native App für iOS und Android sowie als Web-App bereitgestellt. Inhalte, Gruppen, Rollen und Funktionen werden zentral verwaltet. Damit kann sie als mobiler Zugang zu Kommunikation, Wissen und angebundenen Services dienen.

Architektur eines Mitarbeiterportals mit mobilen und webbasierten Zugängen sowie angebundenen Services
Ein Mitarbeiterportal verbindet unterschiedliche Zugänge mit Kommunikation, Wissen, HR-Services und Fachsystemen.

Datenschutz, Sicherheit und Hosting prüfen

Mitarbeiterportale verarbeiten je nach Funktionsumfang Identitäts-, Kommunikations-, Nutzungs- und HR-Daten. Deshalb müssen Datenschutz und Informationssicherheit bereits bei Anforderung und Architektur berücksichtigt werden.

Zu prüfen sind insbesondere:

  • Zwecke und Rechtsgrundlagen der Verarbeitung,
  • Datenkategorien und Schutzbedarf,
  • Rollen und Berechtigungen,
  • Protokollierung und Auswertungen,
  • Speicher- und Löschfristen,
  • Auftragsverarbeiter und Unterauftragnehmer,
  • Hostingregionen und internationale Datenflüsse,
  • Verschlüsselung, Authentisierung und Sicherheitsnachweise,
  • Backup, Wiederherstellung und Exit-Regelungen,
  • Prozesse für Eintritte, Austritte und Rollenwechsel.

Auch die Interessenvertretung sollte frühzeitig beteiligt werden, besonders wenn Funktionen oder Auswertungen eine Beobachtung von Verhalten oder Leistung ermöglichen könnten. Die konkrete rechtliche Bewertung gehört in die Organisation und ersetzt keine pauschale Ja-Nein-Abfrage beim Anbieter.

Polario nennt auf seiner Compliance-Seite Entwicklung und Support in Deutschland sowie Server-Hosting in Deutschland. Für eine Beschaffung sind dennoch die konkreten Vertragsunterlagen, Datenflüsse, Unterauftragnehmer und technischen Maßnahmen des jeweiligen Projekts maßgeblich.

Mitarbeiterportal auswählen: die wichtigsten Kriterien

Vor einer Demo sollten Unternehmen Muss-Kriterien von bewertbaren Vorteilen trennen. Der Ratgeber Anforderungen an eine Mitarbeiter-App bietet dafür eine Struktur, die sich auch auf ein Mitarbeiterportal übertragen lässt.

Aufgaben und Zielgruppen

Welche Beschäftigten sollen welche Aufgaben erledigen? Ein HR-Portal, ein Wissensportal und eine Kommunikations-App lösen unterschiedliche Kernprobleme.

Zugang und Nutzererlebnis

Prüfen Sie Browser, native Apps, geteilte Geräte, Anmeldung ohne Firmen-E-Mail, Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheit anhand realer Zielgruppen.

Inhalte und Self-Services

Definieren Sie, welche Inhalte direkt gepflegt und welche Prozesse aus führenden Systemen integriert werden. Vermeiden Sie doppelte Datenhaltung ohne klaren Eigentümer.

Integrationen und Betrieb

Bewerten Sie nicht nur, ob eine Schnittstelle existiert. Prüfen Sie Datenmodell, Synchronisation, Fehlerhandling, Updates, Monitoring und Support.

Datenschutz und Hosting

Hosting in Deutschland oder der EU ist nur ein Teil der Prüfung. Datenflüsse, Unterauftragnehmer, Backups, Supportzugriffe und Exit-Prozesse gehören ebenfalls in die Leistungsbeschreibung.

Kosten und Total Cost of Ownership

Zum Budget gehören Lizenz, Setup, Branding, Migration, Integrationen, Schulung, interner Content-Aufwand, Support und Weiterentwicklung. Der Beitrag Was kostet eine Mitarbeiter-App? zeigt eine übertragbare Drei-Jahres-TCO.

Referenzen und Pilot

Referenzen sollten hinsichtlich Branche, Beschäftigtenstruktur, Nutzerzahl und Integrationen zum eigenen Projekt passen. Ein repräsentativer Pilot zeigt, ob Zugang, Suche und Kernprozesse im Alltag funktionieren.

Für die Bewertung von Lösungen kann die Methodik aus Die beste Mitarbeiter-App finden genutzt werden: Muss-Kriterien prüfen, verbleibende Anforderungen gewichten und Risiken sowie TCO separat dokumentieren.

Wie lässt sich Polario als Mitarbeiterportal einsetzen?

Polario ist eine konfigurierbare Plattform für Mitarbeiterkommunikation, Communities und Events. Als Mitarbeiterportal kann die Lösung mobile und webbasierte Zugänge zu News, Seiten, Dokumenten, Verzeichnissen, Kalendern, Social Feed, Chat, Gruppen und angebundenen Services bereitstellen. Die konkrete Zusammenstellung richtet sich nach Projekt und gebuchten Funktionen.

Über das No-Code-CMS können autorisierte Redaktionen Inhalte und Strukturen pflegen. Rollen und Gruppen steuern, welche Beschäftigten welche Bereiche sehen. Schnittstellen und Anmeldedienste können bestehende Systeme einbinden. Polario beschreibt seine Intranet-App als Verbindung von mobiler Kommunikation, zielgruppengerechten Inhalten und zentralem Benutzermanagement.

Polario ist besonders prüfenswert, wenn:

  • Büro- und Frontline-Beschäftigte über Web und native App erreicht werden sollen,
  • Kommunikation, Wissen und mobile Services in einer Oberfläche zusammenlaufen sollen,
  • Fachredaktionen Inhalte ohne Entwicklungsaufwand pflegen möchten,
  • Gruppen, Rollen und individuelle Navigation benötigt werden,
  • deutsches Hosting und Support in Deutschland zentrale Anforderungen sind,
  • bestehende Systeme über API, SSO oder eingebettete Dienste angebunden werden sollen.

Ob Polario ein vollständiges HR-Self-Service-Portal ersetzt, hängt von den benötigten Personalprozessen ab. Häufig ist die sinnvollere Architektur, führende HR-Systeme beizubehalten und relevante Services über das Mitarbeiterportal zugänglich zu machen.

Mitarbeiterportal einführen: Vorgehen in sechs Schritten

  • 1. Ausgangslage analysieren: bestehende Kanäle, Systeme, Zielgruppen und Medienbrüche dokumentieren.
  • 2. Zielbild definieren: Portaltyp, Kernaufgaben, zu ersetzende beziehungsweise anzubindende Systeme und Erfolgskriterien festlegen.
  • 3. Anforderungen und Governance klären: Funktionen, Rollen, Datenschutz, Hosting, Redaktion und Support beschreiben.
  • 4. Lösung konfigurieren und integrieren: Navigation, Zielgruppen, Inhalte, Nutzerverwaltung und Schnittstellen umsetzen.
  • 5. Pilot durchführen: reale Aufgaben mit repräsentativen Beschäftigten testen und Befunde priorisieren.
  • 6. Rollout und Betrieb etablieren: Kommunikation, Schulung, Support, Content-Routinen und Erfolgsmessung dauerhaft verankern.

Der ausführliche Leitfaden Mitarbeiter-App einführen überträgt diese Schritte auf Projektteam, Pilot und Go-live.

Typische Fehler bei Mitarbeiterportalen

Alles unter einem Menüpunkt sammeln

Ein Portal wird nicht dadurch zentral, dass es möglichst viele Links enthält. Navigation und Startseite müssen aus den häufigsten Aufgaben der Beschäftigten entstehen.

Inhalte ohne Eigentümer migrieren

Veraltete Dokumente verringern Vertrauen. Migrieren Sie nur Inhalte mit bestätigter Gültigkeit, Zielgruppe und Verantwortung.

Frontline Worker nachträglich berücksichtigen

Wenn Anmeldung, Geräte und Nutzungssituationen erst nach der Auswahl geprüft werden, kann das Portal zentrale Zielgruppen ausschließen.

HR- und Kommunikationsdaten vermischen

Nicht jeder Redakteur benötigt Zugriff auf personenbezogene HR-Daten. Systeme, Rollen und Berechtigungen müssen Schutzbedarf und Zweck abbilden.

Parallelportale dauerhaft weiterbetreiben

Mehrere Startseiten, doppelte Dokumente und widersprüchliche News erhöhen Aufwand und Unsicherheit. Definieren Sie ein Zielbild und eine kontrollierte Übergangsphase.

Erfolg nur an Logins messen

Ein Login zeigt Zugang, aber noch keinen Nutzen. Messen Sie zusätzlich erfolgreiche Suchen, erledigte Prozesse, erreichte Zielgruppen, Supportaufwand und qualitative Rückmeldungen.

Fazit: Ein Mitarbeiterportal braucht eine klare Hauptaufgabe

Ein Mitarbeiterportal kann HR-Self-Services, interne Informationen, Kommunikation und angebundene Unternehmensdienste verbinden. Der Begriff allein sagt jedoch nicht, welche dieser Aufgaben tatsächlich abgedeckt werden.

Unternehmen sollten deshalb Portaltyp, Zielgruppen, Kernprozesse und führende Systeme vor der Produktauswahl definieren. Für Beschäftigte ohne festen PC ist ein mobiler Zugang besonders wichtig. Eine Mitarbeiter-App kann dabei das Portal ergänzen oder als zentrale mobile und webbasierte Oberfläche umsetzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ein Mitarbeiterportal ist ein geschützter digitaler Zugang zu internen Informationen, persönlichen Dokumenten, Services und Unternehmensanwendungen. Inhalte und Funktionen werden abhängig von Rolle und Berechtigung bereitgestellt.

Typische Bestandteile sind News, Dokumente, Suche, Kontakte, HR-Self-Services, Formulare, Kalender, Kommunikation, Single Sign-on und Links beziehungsweise Integrationen zu Fachsystemen. Der tatsächliche Umfang folgt den Nutzungsszenarien.

Ein Intranet fokussiert meist interne Information und Wissen. Ein Mitarbeiterportal betont den geschützten Einstieg zu Informationen, individuellen Services und Systemen. In der Praxis können beide Begriffe dieselbe Plattform oder überlappende Bestandteile bezeichnen.

Das Mitarbeiterportal beschreibt den digitalen Zugang und seine Aufgaben. Die Mitarbeiter-App beschreibt vor allem die mobile Bereitstellungsform. Ein Portal kann über Browser, native App oder beide Wege erreichbar sein.

Employee Self Service bezeichnet Funktionen, mit denen Beschäftigte persönliche HR-Anliegen selbst bearbeiten, beispielsweise Stammdaten ändern, Nachweise abrufen oder Anträge stellen. Diese Funktionen können Teil eines Mitarbeiterportals sein.

Ja, wenn Zugang und Inhalte an ihre Arbeitsrealität angepasst sind. Wichtig sind mobile Nutzung, einfache Anmeldung ohne zwingende Firmen-E-Mail, zielgruppengenaue Inhalte, Mehrsprachigkeit und Support für private, dienstliche oder geteilte Geräte.

Die Sicherheit hängt von Architektur, Anbieter, Konfiguration und Betrieb ab. Zu prüfen sind unter anderem Hosting, Verschlüsselung, Authentisierung, Rollen, Protokollierung, Schnittstellen, Löschung, Backups und Unterauftragnehmer.

Die Kosten hängen von Nutzerzahl, Portaltyp, App-Modell, Funktionen, Integrationen, Branding, Migration, Hosting, Support und internen Ressourcen ab. Angebote sollten über denselben Zeitraum und Leistungsumfang als Total Cost of Ownership verglichen werden.

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