Polario Interview – Technische Grundlagen

In unserem Interview erläutert CTO Ronja Lars Wilkening die technischen Grundlagen unserer Event und Community Plattform – Polario.

„Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir den bestmöglichen Grad an Usability und Performance in den Apps erreichen können.“ – R. L. Wilkening, CTO plazz AG

Unsere neue App Polario steht in den Startlöchern! Dafür starten wir eine Mini-Blogserie in Form einer Interview-Reihe. Zum Launch beginnen wir mit den technischen Grundlagen der App. Wir haben unseren CTO Ronja Lars Wilkening einige Fragen gestellt, was sich hinter Polario verbirgt. Er gibt uns einen kleinen Blick unter die Motorhaube unserer SaaS-Lösung und nennt uns deren Mehrwert.

Interview – Technische Grundlagen

Hallo Ronja, stell dich bitte einmal vor.

Hallo. Vielen Dank erstmal, dass ich Euch heute hier etwas über unsere aufregenden Neuerungen in unser neuen Produktgeneration erzählen darf. Mein Name ist Ronja Lars Wilkening und ich darf die Geschichte von plazz bereits seit 10 Jahren begleiten. So durfte ich bereits bei der Produktentwicklung unserer Mobile Event App von Anfang an mitwirken und als CTO meinen Teil zum Erfolg des Produkts der letzten Jahre beitragen. Jetzt mit Polario heben wir die Qualität unserer Lösung auf ein ganz anderes Level und freuen uns alle schon wie kleine Kinder das Feedback aus der Nutzung bei unseren Kunden zu bekommen.

Ronja Lars Wilkening
Ronja Lars Wilkening
CTO der plazz AG

Gib uns einen Einblick und ein paar Infos zu den technischen Grundlagen der App und dem Content Management System von Polario.

Die plazz AG ist bereits sehr erfahren mit der Entwicklung von mobilen Apps. Wir haben anfangs viele kundenindividuelle Lösungen umgesetzt, aber natürlich auch einige Jahre Entwicklung in die Mobile Event App gesteckt. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir den bestmöglichen Grad an Usability und Performance in den Apps erreichen können. Wie wir das schaffen? Indem wir so nah wie möglich an dem Tech Stack der Smartphone-Hersteller dranbleiben. Dadurch setzen wir die User Interface Paradigmen plattformgetreu um und können intensiv die vorhandenen Betriebssystemschnittstellen und Basistechnologien einsetzen. Durch die native Entwicklung der mobilen Apps liefern wir eine solide App, die sich wunderbar in das Umfeld des Nutzers auf seinem Smartphone einfügt.

Bei Webinterfaces, wie unsere Webapp und dem Content Management System, stellt sich das Ganze nicht so eindeutig dar. Hier werden durch diverse Betriebssysteme und Browser, die für den Zugriff genutzt werden, unterschiedlichste Rahmenbedingungen gesetzt, wodurch die Webstandards die Schnittstellen auf einer anderen Ebene abstrahieren. Dadurch obliegt es den Entwicklern selbst bei der Wahl der sog. Frameworks eine Abwägung vorzunehmen und eine gute Wahl für den eigenen Anwendungsfall zu treffen. Für unsere Webapplikationen setzen wir in Polario auf Single Page Applications, die mit Angular als Kernframework erstellt wurden. Dieses ist besonders gut für große und komplexe Anwendungen geeignet und erlaubt mit NgRx eine effiziente Datenverarbeitung der vielfältigen Informationen, die wir in der App, aber auch im Content Management System nutzen.

Was ist das Besondere an der Architektur von Polario?

Mit der technischen Grundlage von Polario begeben wir uns auf den Stand der Zeit. Wir sind in vielen Dingen sicherlich auch den meisten anderen Softwarelösungen ein gutes Stück voraus. Dennoch ist es uns wichtig unseren Kunden einen robusten, soliden und zuverlässigen Service zu gewährleisten.

Ein zentraler Baustein, um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist ein containerbasierter Ansatz, der die serverseitigen Applikationsbestandteile so aufteilt, dass sie funktionell getrennt sind. Somit entstehen mehrere modulare Systeme („Services“) die ineinandergreifen. Jedes System für sich ist dabei wesentlich weniger komplex und braucht weniger technische Ressourcen. Damit ist für uns die Qualitätssicherung und Wartung der einzelnen Services leichter und wir können bei steigender Last (z.B. während Veranstaltungen) genau an den Stellen die Rechenkapazitäten aufstocken, wo sie benötigt werden. Bei einer monolithischen all-in-one Lösung ist zwar eine Skalierung der Systeme auch möglich, aber man verschwendet häufig Kapazitäten, die eigentlich gar nicht in dieser Größenordnung benötigt werden.

Unser Produkt unterscheidet sich aber auch an einer Stelle stark von vielen anderen SaaS Lösungen auf dem Markt. Da wir unsere Lösung als White Label Plattform im Corporate Bereich anbieten, legen wir besonders viel Wert auf Compliance, wie z.B. eine möglichst klare Mandantentrennung. Das bedeutet für uns, dass die Daten verschiedener Kunden nicht nur klipp und klar voneinander getrennt gespeichert, sondern eben auch verarbeitet werden. Die Services unserer Kundenumgebungen besitzen separate Container, in denen sie ausgeführt werden und wir können somit einen sehr hohen Grad der Mandatentrennung sicherstellen.

Grafik Polario technische Struktur
Der technische Aufbau von Polario

Gab es Parallelen zur MEA?
Konntet ihr Elemente/Bestandteile der MEA übernehmen?

Wie auch bei der Mobile Event App setzen wir frontendseitig auf native Apps. Ansonsten ist aber unter der Haube alles neu. Wir setzen durch die Bank einen modernen Tech Stack ein und haben uns von allen Altlasten, wie veraltete Programmiersprachen oder schlecht gewartete Drittherstellerkomponenten, gelöst. Damit sind wir für die Zukunft bestens gerüstet und starten mit besten State-of-the-Art Technologien in die Markteinführung.

Was waren eure Learnings aus der Arbeit mit der MEA?

Die Mobile Event App ist an und für sich ein tolles Produkt. Wir haben viel Engagement und Liebe hier hinein investiert, um die Software dort hinzubekommen, wo sie heute steht. Ich bin auch überzeugt davon, dass wir aktuell auch laufende und weitere Kundenprojekte mit der Lösung gut bedienen können. Wir haben viele Dinge richtig gut gemacht und das zeigen uns unsere Kunden auch regelmäßig mit überwältigend gutem Feedback.

Dennoch gibt es natürlich auch Themen, bei denen wir uns für die Zukunft besser aufstellen wollten. Das war auch der hauptsächliche Treiber für Polario. Sowohl technologisch als auch konzeptionell haben wir neue technische Grundlagen geschaffen, die unseren Kunden langfristig die Nutzung unserer Lösung erlauben und eine Vielzahl von Kunden Use Cases abbilden können wird. Während bei der Mobile Event App einige Features in ihrer Ausprägung sehr spezifisch und starr umgesetzt waren, legen wir Wert darauf diese jetzt viel flexibler zu gestalten, damit unsere Kunden ihre individuellen Umsetzungen damit passgenauer maßschneidern können.

Wir sind insgesamt damit bestens vorbereitet noch größere Teilnehmerzahlen auf Events zu bedienen und den Nutzern einen tollen Mehrwert zu liefern.

Beschreib uns bitte eure grundsätzliche Herangehensweise.

Während wir bei der Mobile Event App im Sinne eines Lean Development Ansatzes auf einfache technische Lösungen gesetzt haben, bauen wir unsere neue Produktgeneration auf ganz anderen technischen Grundlagen auf. Wir legen auf der technischen Seite viel mehr Wert auf Robustheit, Performance, Skalierbarkeit und Automatisierung. Aber natürlich bei der Sicherheit des Systems entwickeln wir uns weiter.

Nicht nur von der technischen Seite soll unser neues Produkt unseren Kunden mehr Eigenständigkeit erlauben, sondern auch durch eine gute Usability selbsterklärender User Interfaces möchten wir unsere Kunden dazu befähigen schnell und selbstständig einen Zugang zu unserem System zu gewinnen und schnell erfolgreich ihre Projekte umzusetzen.

Was aber nicht bedeutet, dass wir unseren Service zurückschrauben. Natürlich bleiben wir jeder Zeit für unsere Kunden direkter Ansprechpartner. Bei Fragen begleiten wir sie weiterhin auch unmittelbar zur Projektumsetzung.

Wurden dabei bestimmte oder sogar neue Entwicklungsregeln angewandt?

Die Abläufe in der Entwicklung haben wir stark optimiert. Angefangen bei der Etablierung sauberer Qualitätssicherungsstrukturen in Form von automatisierten Tests und Code Analysen über gesteuerte Change-Management Prozesse durch einen eindeutigen Git Branching Flow bis hin zum Streamlining unserer agilen Methoden, um noch schnellere und bessere Arbeitsergebnisse zu erreichen.

Inwieweit seid ihr auf die Bedürfnisse der Nutzer eingegangen?

Im Produktdesign konnten wir viel aus den Erfahrungen mit der Mobile Event App schöpfen. Unser Customer Service war stets das Sprachrohr für Kundenfeedback, das wir direkt in die Konzeptionen einfließen lassen konnten. Aber wie auch in der Vergangenheit können wir in der agilen Entwicklung natürlich auch bei Funktionserweiterungen immer auf die kundenindividuellen Wünsche eingehen und diese mit einfließen lassen.

Welche Herausforderungen gab es bei der Erstellung und Umsetzung der App und dem CMS?

Eine Challenge, der wir bei der Entwicklung von Polario begegnen, ist der Benchmark mit der Mobile Event App. Unsere Kunden sind bisher einen großen Funktionsumfang, in der App und Content Management System, gewöhnt und mit diesem müssen wir unser neues Produkt messen. Wir begegnen dieser Herausforderung, in dem wir versuchen möglichst generalistische und flexible Features zu entwerfen, die unsere Kunden auf unterschiedlichste Weise nutzen können. Mit dem Feature Set, das wir zum Start anbieten können, lassen sich bereits eine Vielzahl der bisherigen und sogar einige weitere User Cases abbilden.

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Weitere Infos


Über die plazz AG
Über die Mobile Event App

Kontaktdaten

T: +49 (0) 89 26 20 43 469
E: sales@polario.app