Kanäle, Tools und Formate der internen Kommunikation

Welche Kanäle, Formate und Tools machen interne Kommunikation wirksam. Struktur, Praxisbeispiele und Checkliste für Unternehmen.

Interne Kommunikation wirkt nur dann nachhaltig, wenn sie nicht isoliert betrachtet wird. Welche Rolle sie im Unternehmen spielt, welche Ziele sie verfolgt und welche Herausforderungen dabei auftreten, wird im Beitrag „Interne Kommunikation: Definition, Ziele, Instrumente und Praxisbeispiele“ umfassend eingeordnet.

In der konkreten Umsetzung stellt sich jedoch eine entscheidende Frage: Wie gelangen Inhalte tatsächlich zu den Mitarbeitenden. Denn selbst klar definierte Ziele und gut aufbereitete Botschaften verlieren an Wirkung, wenn Kanäle ungeeignet sind, Formate nicht zur Zielgruppe passen oder Tools unstrukturiert eingesetzt werden.

Im folgenden Beitrag stehen deshalb die Kanäle, Formate und Tools der internen Kommunikation im Mittelpunkt. Er schafft Klarheit darüber, wie sich diese Begriffe voneinander unterscheiden, wie sie sinnvoll zusammenspielen und nach welchen Kriterien Unternehmen ihre Kommunikationsarchitektur aufbauen sollten, um Informationen gezielt, verständlich und effizient zu vermitteln.

Kanäle, Formate & Tools der internen Kommunikation

Instrumente, Tools und Kanäle in der internen Kommunikation sind drei unterschiedliche Elemente, die zusammenwirken, um eine effektive Kommunikationsstrategie zu bilden:

Instrumente – Das „Was“ der internen Kommunikation

Instrumente sind die Methoden und Verfahren, die eingesetzt werden, um Informationen im Unternehmen zu verbreiten oder den Austausch zu fördern. Sie geben vor, welche Art von Kommunikation stattfindet. Beispiele sind Mitarbeitergespräche, interne Newsletter, das Intranet, Team-Meetings oder Mitarbeiter-Apps.

Ein gutes Kommunikationskonzept nutzt in der Regel eine Mischung aus synchronen und asynchronen Instrumenten, um sowohl schnelle Abstimmungen als auch tiefere Informationsverteilung zu ermöglichen.

Tools – Das „Wie“ der Umsetzung

Tools sind die konkreten technischen oder physischen Hilfsmittel, mit denen die gewählten Instrumente umgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise E-Mail-Programme, Chat-Tools wie Microsoft Teams oder Slack, Videokonferenzlösungen wie Zoom oder Webex, sowie Content-Management-Systeme für das Intranet. Hierzu gehören auch Workflows für Geburtstage, Schichten, Safety‑Meldungen = automatisierte interne Kommunikation.
Die Auswahl der richtigen Tools für interne Kommunikation hängt von Faktoren wie Unternehmensgröße, IT-Infrastruktur, Sicherheitsanforderungen und der bevorzugten Arbeitsweise der Mitarbeitenden ab.

Kanäle – Das „Wo“ der Kommunikation

Kanäle bezeichnen die Wege, über die Informationen transportiert werden. Das kann sowohl ein physischer Ort wie ein schwarzes Brett oder ein Besprechungsraum sein, als auch ein digitaler Ort wie ein Unternehmens-Chat, Social Intranet oder eine Mitarbeiter-App.
Die Wahl des richtigen Kanals beeinflusst, wie schnell und wie umfassend eine Botschaft ihr Zielpublikum erreicht.

Formate – Die Verpackung der Botschaft

Formate bestimmen die Art und Weise, wie Inhalte aufbereitet und präsentiert werden, unabhängig vom Kanal. Dazu gehören Textformate (Artikel, E-Mails, Blogposts), visuelle Formate (Infografiken, Fotos), audiovisuelle Formate (Videos, Podcasts) sowie interaktive Formate (Umfragen, Live-Q&A).
Das Format hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie verständlich, attraktiv und einprägsam eine Botschaft ist.

Warum die Unterscheidung wichtig ist

Die klare Trennung zwischen Instrumenten, Tools, Kanälen und Formaten hilft Unternehmen, ihre Kommunikationsstrategie gezielt zu optimieren:

Gerade in großen Organisationen ist diese Differenzierung entscheidend, um den Informationsfluss effizient zu gestalten, Ressourcen optimal zu nutzen und eine einheitliche Kommunikationslinie sicherzustellen.

Instrumente der internen Kommunikation

In der internen Kommunikation kommen eine Vielzahl von Instrumenten zum Einsatz, die sowohl digitale als auch analoge Formate umfassen können:

Digitale Instrumente

  • E-Mail

    Der Klassiker unter den digitalen Kommunikationsinstrumenten. E-Mails eignen sich gut für formelle, dokumentierte Kommunikation, z. B. für Ankündigungen oder Protokolle. Vorteil: Jeder kann sie lesen, unabhängig vom Standort. Nachteil: Bei zu hoher Frequenz droht Informationsüberflutung, und wichtige Inhalte können im Posteingang untergehen.

  • Intranet

    Eine zentrale Plattform, auf der Mitarbeitende Unternehmensnachrichten, Ressourcen, Richtlinien und Tools finden. Vorteil: Alle relevanten Inhalte an einem Ort. Nachteil: Wenn das Intranet nicht regelmäßig gepflegt wird, verliert es schnell an Aktualität und Akzeptanz. Ein kuratiertes Intranet ist zentral für den Wissensaustausch im Unternehmen.

  • Soziale Netzwerke (Intern)

    Plattformen wie Yammer oder Social-Intranet-Features fördern Community-Gefühl und abteilungsübergreifenden Austausch. Vorteil: Interaktion und Feedback sind einfach möglich. Nachteil: Erfordert eine aktive Community-Moderation, um Relevanz zu sichern.

  • Chat Tools und Messenger

    Lösungen wie Microsoft Teams oder Slack ermöglichen schnelle, informelle Kommunikation in Echtzeit. Vorteil: Hohe Geschwindigkeit, einfache Gruppenkommunikation. Nachteil: Kann zu ständiger Erreichbarkeit führen und konzentriertes Arbeiten stören.

  • Videokonferenzsysteme

    Tools wie Zoom oder Webex eignen sich für Meetings, Präsentationen und Workshops über geografische Grenzen hinweg. Vorteil: Persönlicher Austausch trotz Distanz. Nachteil: Erfordert gute technische Ausstattung und kann bei zu vielen Meetings ermüdend wirken („Zoom-Fatigue“).

  • Mitarbeiter Apps

    Mitarbeiter-Apps für interne Kommunikation bündeln oft mehrere Instrumente in einer Lösung, z. B. Newsfeeds, Chat, Dokumentenspeicher und Umfragetools. Vorteil: Mobile Verfügbarkeit, personalisierte Inhalte, Push-Benachrichtigungen. Nachteil: Erfordert initiale Einführung und Schulung, um Akzeptanz zu sichern.

Analoge Instrumente

  • Aushänge und Schwarze Bretter

    Ein einfaches, kostengünstiges Medium für allgemeine Ankündigungen und Informationen. Vorteil: Gut sichtbar für alle vor Ort. Nachteil: Nur wirksam für Mitarbeitende, die physisch anwesend sind.

  • Mitarbeiterzeitschriften und -zeitungen

    Bieten einen periodischen Überblick über Unternehmensentwicklungen, Projekte und Mitarbeitendenstories. Vorteil: Langlebiges Format mit hoher Wertigkeit. Nachteil: Hoher Produktionsaufwand, geringe Aktualität bei schnellen Themen.

  • Meetings und persönliche Gespräche

    Direkter, persönlicher Austausch, ob im Team-Meeting, im Bürogespräch oder beim Kaffee. Vorteil: Sofortiges Feedback, hohe Verbindlichkeit. Nachteil: Zeitaufwendig, nicht skalierbar für große Gruppen.

  • Betriebsversammlungen

    Ein zentrales Format, um wichtige Unternehmensinformationen mit der gesamten Belegschaft zu teilen. Vorteil: Alle hören dieselbe Botschaft direkt von der Unternehmensführung. Nachteil: Erfordert hohen organisatorischen Aufwand und ist selten spontan möglich.

💡 Tipp: Die Auswahl der Instrumente hängt stark von Zielgruppe, Botschaft und gewünschter Interaktionsform ab. Setze auf einen kuratierten Tool‑Mix: E‑Mail, Intranet, Chat, Video & Mitarbeiter‑App als Kern‑Tools der internen Kommunikation.

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